Du hast Wissen, das Menschen weiterbringt. Du hast ein Coaching-Programm, einen Online-Kurs oder eine Membership im Kopf und möchtest deine Ideen endlich konkret umsetzen.
Oder du hast schon losgelegt und merkst: So wie’s gerade läuft, geht’s nicht weiter. Deine Kundinnen bekommen PDFs per Mail, Videos über unauffindbare Links und irgendwie verlierst du langsam den Überblick.
Dann wird es Zeit für deinen eigenen Mitgliederbereich!
Die gute Nachricht: Du musst nichts selbst programmieren, und du brauchst auch keine ganze IT-Abteilung. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe ausgereifter Tools, mit denen du in wenigen Tagen einen professionellen, geschützten Bereich für deine Kund:innen online hast.
In diesem Beitrag, zeige ich dir, worauf es bei der Wahl wirklich ankommt und vergleiche die vier beliebtesten Lösungen für den deutschsprachigen Raum: ablefy, DigiMember, Coachy und Memberspot. Am Ende kannst du abschätzen, welches Tool für dich Sinn macht.

Inhalt
Warum überhaupt ein eigener Mitgliederbereich?
Bevor wir in den Tool-Vergleich einsteigen, kurz zur Standortbestimmung. Ein eigener Mitgliederbereich bringt dir vor allem drei Dinge:
Professionalität. Wer ein Premium-Coaching bucht, erwartet keine Dropbox-Links. Ein sauberer Login-Bereich in deinem Branding signalisiert: Hier läuft alles professionell.
Skalierbarkeit. Du kannst dein Wissen einmal produzieren und unendlich oft verkaufen. Online-Kurse, Gruppenprogramme, Ausbildungen; alles läuft weiter, auch wenn du gerade im Urlaub bist oder schläfst.
Kundenbindung. Mitglieder kommen regelmäßig zurück, tauschen sich untereinander aus und bleiben länger in deinem Ökosystem.
Die vier wichtigsten Auswahlkriterien für deinen Mitgliederbereich
Bevor du irgendein Tool auswählst, solltest du vier Fragen für dich beantworten:
- Willst du ein All-in-One-System oder ein spezialisiertes Tool? All-in-One heißt: Verkauf, Zahlungsabwicklung und Mitgliederbereich in einem. Spezialisiert heißt: nur Mitgliederbereich – Zahlungen und Co. laufen über separate Dienste wie Digistore24 oder CopeCart.
- Hast du eine WordPress-Website, an die du andocken willst oder startest du auf der grünen Wiese? Manche Tools sind Plugins, andere eigenständige Plattformen.
- Wie wichtig sind dir App, Community-Features und Automatisierung? Brauchst du einen schlichten Kursbereich oder eine vollwertige Lernumgebung?
- Wie sieht dein Budget aus? Monatlich und bei den Transaktionsgebühren? Manche Tools nehmen einen Prozentsatz pro Verkauf, andere nur die monatliche Lizenz.
Ok, soweit dazu.. Dann mal los mit dem Vergleich!

1. ablefy (ehemals elopage): die All-in-One-Plattform
Ablefy ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Anbieter. Die Positionierung: eine komplette Plattform für den digitalen Verkauf: Kurse, Mitgliederbereiche, Events, E-Books, inklusive Checkout und Zahlungsabwicklung.
Was ablefy besonders macht: Du bekommst wirklich alles aus einer Hand. Der Einsatzbereich reicht von digitalen Produkten über Abonnements und Events bis hin zu Mitgliederbereichen und die Plattform übernimmt automatisiert die Umsatzsteuer-Berechnung inklusive EU-Regelungen. Gerade für Coaches, die Zahlungen, Rechnungen und Steuern nicht selbst managen wollen, ist das ein großer Vorteil.
Der Mitgliederbereich selbst bietet geschützte Inhalte nur für zahlende Mitglieder:innen, automatisierte Zugänge, zeitgesteuerte Drip-Ins sowie eine Kommentar-Funktion für die Interaktion.
Preise: Die monatlichen Pläne beginnen bei rund 39 € und skalieren je nach Funktionsumfang nach oben. Dazu kommen Transaktionsgebühren, die vom gewählten Modell (Seller vs. Reseller) abhängen. Das Reseller-Modell ist bequem – ablefy übernimmt Steuern und Rechnungen –, kostet aber etwas mehr pro Verkauf.
Deine ganz eigene Domain (also z.B. kurse.deinewebsite.com) kannst du allerdings erst ab dem Pro-Plan nutzen. (Das funktioniert dann via Domain-Mapping)
Ideal für: Coaches, die eine komplette Infrastruktur wollen, ohne im Toolwirrwarr zu versinken.
Weniger geeignet für: Puristen, die bereits ein gutes Checkout-System haben und nur einen Mitgliederbereich brauchen. Dann ist ablefy schlicht überdimensioniert.
2. DigiMember: das WordPress-Plugin für Selbermacher
DigiMember ist ein ganz anderer Ansatz: kein eigenes System, sondern ein Plugin, das deine bestehende WordPress-Website in einen Mitgliederbereich verwandelt. Seit über zehn Jahren auf dem Markt und auf tausenden Websites im Einsatz.
Was DigiMember besonders macht: Du behältst die volle Kontrolle. Der Mitgliederbereich läuft direkt auf deiner eigenen Website, in deinem Design, mit deiner Domain. Keine Abhängigkeit von einer externen Plattform. DigiMember schützt Seiten und Artikel vor unberechtigtem Zugriff, und du kannst beliebig viele Produkte oder Membership-Level erstellen.
Die Features decken alles Wesentliche ab: geschützte Bereiche, verschiedene Mitgliedschaftslevel (Basic, Premium, VIP), sequenzielle Freischaltung von Inhalten, Integration mit gängigen Zahlungsanbietern wie Digistore24, CopeCart, PayPal oder Stripe.
Was du wissen solltest: Das erste Einrichten ist hier etwas aufwendiger, da du deine Mitgliederumgebung selbst auf deiner eigenen Website gestaltest. Das Design, das initiale SetUp, Anbindung eines Zahlungsanbieters nimmt etwas Zeit in Anspruch und erfordert ein gutes Verständnis deiner WordPress Umgebung.
Preise: Es gibt eine kostenlose Version, die für erste Tests oder kleine Projekte reicht. Die Pro-Version kostet 37 € netto pro Monat bzw. 347 € bei Jahreszahlung – mit unbegrenzten Mitgliedern und Produkten. Wichtig: DigiMember ist nur das Plugin. Für die Zahlungsabwicklung brauchst du zusätzlich einen Dienstleister wie Digistore24, der pro Verkauf Gebühren nimmt.
Ideal für Unternehmerinnen, die bereits eine WordPress-Website haben, technisch nicht völlig abgeneigt sind und maximale Flexibilität beim Design wollen. Auch interessant, wenn du deine Inhalte unbedingt auf eigener Infrastruktur haben willst.
Weniger geeignet für: Alle, die keine WordPress-Seite betreiben oder sich nicht mit Plugins, Updates und Hosting auseinandersetzen wollen. Ohne WordPress läuft hier gar nichts – Alternativ gibt es Virtuelle Assistentinnen, die das gern für dich umsetzten – z.B. ich. 🙂
3. Coachy: der Spezialist für Coaches und Beraterinnen
Coachy ist eine eigenständige Plattform, die sich, wie der Name schon sagt, dezidiert an Coaches, Trainerinnen und Expertinnen richtet. Keine Alleskönner-Ambitionen, sondern klarer Fokus auf das, was Coaches brauchen.
Was Coachy besonders macht: Die Plattform ist bewusst einfach gehalten. Du benötigst kein umfangreiches technisches Wissen, um den Mitgliederbereich einzurichten, und dank Integrationen mit Zahlungsanbietern wie Digistore24 läuft die Verkaufsabwicklung von Kursen und Coaching-Sitzungen vollständig automatisiert ab.
Die Features sind speziell auf den Coaching-Alltag zugeschnitten: Zwei-Faktor-Authentifizierung für sichere Zugriffe, Hosting auf europäischen Servern, sequenzielle Freischaltung, Zertifikate für erfolgreiche Abschlüsse, Support-Formular und Mitarbeiterzugänge für die Verwaltung.
Preise: Coachy bietet drei Tarife: Premium (ab ca. 35 €/Monat), Deluxe (ab ca. 65 €/Monat) und Enterprise (ab ca. 195 €/Monat). Das Premium-Paket reicht für den Einstieg, beinhaltet aber tatsächlich nur ein einziges Produkt / Kurs. Deine eigene Domain kannst du ab Deluxe nutzen.
Transaktionsgebühren fallen nicht innerhalb von Coachy an, da die Zahlung extern über Digistore24 oder CopeCart läuft. Dort fallen dann auch entsprechend die Gebühren für Zahlungen an.
Ideal für: Coaches und Beraterinnen, die eine fokussierte, DSGVO-konforme Plattform wollen. Der deutsche Support wird von vielen Nutzern gelobt.
Weniger geeignet für: Wer Events, physische Produkte oder komplexe Funnels verkaufen will, stößt hier schneller an Grenzen.
4. Memberspot: der moderne Herausforderer mit App
Memberspot ist der neueste Player in diesem Vergleich und hat sich in den letzten Jahren einen starken Ruf aufgebaut, besonders wegen der modernen Oberfläche und der mobilen App.
Was Memberspot besonders macht: Die Lernerfahrung. Memberspot hebt sich von seinen Konkurrenten ab mit Funktionen wie: App für iOS und Android, 4K-Video-Hosting und Features wie DRM-Schutz gegen unerlaubte Weitergabe von Inhalten.
Die Plattform läuft auf deutschen Servern, ist DSGVO-konform und verbindet sich nahtlos mit Tools wie Digistore24, CopeCart, Zapier, Shopify oder Stripe.
Dazu kommen Community-Funktionen, automatisierte Workflows und ein KI-Kursbuilder, der beim Aufbau neuer Kurse unterstützt.
Preise: Memberspot hat in den letzten Jahren mehrfach die Tarifstruktur angepasst. Aktuell bewegen sich die Pläne zwischen 99 €/Monat (Grow, 15 Kurse, 2.500 Mitglieder). 199 €/Monat (Scale, 100 Kurse, 10.000 Mitglieder) und 499 € /Monat (Elite, unbegrenzte Kurse, 50.000 Mitglieder).
Insbesondere der Einstiegspreis ist also spürbar höher als bei den Konkurrenten, dafür bekommst du auch mehr Technik und eine eigene App. Auch deine eigene Domain kannst du bereits beim kleinsten Plan nutzen.
Ideal für alle, die eine richtig hochwertige Lernerfahrung bieten wollen, besonders, wenn deine Zielgruppe viel mobil konsumiert. Auch stark, wenn du eine größere Ausbildung oder Akademie aufbaust.
Weniger geeignet für: Kleine Projekte mit überschaubarem Umsatz.
Direktvergleich: Wann nimmst du was?
Um das Ganze auf den Punkt zu bringen:
Nimm ablefy, wenn … du eine Komplettlösung willst, die auch Zahlungen, Steuern und Rechnungen übernimmt.
Nimm DigiMember, wenn … du bereits eine WordPress-Website hast, maximale Flexibilität willst und dich nicht an eine externe Plattform binden möchtest.
Nimm Coachy, wenn … du als Coach oder Beraterin eine einfache, fokussierte Plattform suchst, die genau deine Anwendungsfälle abdeckt.
Nimm Memberspot, wenn … du eine premium Lernerfahrung mit eigener App anbieten willst und bereit bist, dafür etwas mehr zu investieren.
Mitgliederbereich-Tools im Vergleich – Überblick Plattformen

Der Haken, den viele übersehen
Hier ist die Sache, die kaum jemand im Vorfeld erwähnt: Das Tool ist nur die halbe Miete.
Einen Mitgliederbereich aufzusetzen ist kein reines Technik-Projekt, sondern ein Mix aus:
- Strategischer Struktur (welche Inhalte in welcher Reihenfolge?)
- UX-Gespür (wie findet sich eine Kundin intuitiv zurecht?)
- Technik-Setup (Tool, Zahlungsanbieter, E-Mail-Tool, Automationen)
- Content-Aufbereitung (Videos, PDFs, Arbeitsblätter)
- Launch-Konzept (wie gewinnst du die ersten Mitglieder?)
Und genau da scheitert es leider bei vielen.

Wie ich dich dabei unterstützen kann
Ich baue seit Jahren Mitgliederbereiche und zwar so, dass sie nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wirklich genutzt werden. Mein Ansatz ist dabei immer gleich:
- Strategiegespräch. Wir klären gemeinsam, was du verkaufst, wen du erreichen willst und welche Infrastruktur du schon hast. Daraus ergibt sich fast von selbst, welches Tool für dich Sinn macht.
- Konzept. Bevor wir an die Technik gehen, entwerfen wir die Struktur deines Mitgliederbereichs oder eines einzelnen Kurses: Module, Lektionen, Upsells, automatisierte E-Mails.
- Umsetzung. Ich richte dir den Mitgliederbereich im gewählten Tool ein, binde Zahlungsanbieter und E-Mail-Tool an und teste alle Abläufe durch.
- Übergabe. Du bekommst eine Schulung, wie du eigenständig neue Inhalte einpflegen kannst. Und ein Handbuch, auf das du immer zurückgreifen kannst.
- Weiter geht’s, wenn du willst. Mit dem Launch endet die Zusammenarbeit nicht zwangsläufig. Viele meiner Kundinnen buchen mich danach für die laufende Pflege: also neue Module einpflegen, Videos austauschen, Automationen erweitern oder einfach den Bereich technisch sauber halten. So musst du dich nicht selbst darum kümmern und behätst deinen Kopf frei.
Lass uns reden
Wenn du gerade vor der Entscheidung stehst, welche Plattform für dich passt – oder du schon eine ausgewählt hast und Unterstützung bei der Umsetzung brauchst – schreib mir einfach. Wir schauen unverbindlich, ob und wie ich dich unterstützen kann.
Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail reicht. Du musst nicht bis zur perfekten Entscheidung warten – oft wird genau in diesem Gespräch klar, was für dich der richtige Weg ist.

